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Blockveranstaltung "Verkehr und Wohnungswirtschaft"

JProf. Dr. Ann-Kathrin Seemann, Dipl.-Vw. Christin Jahed & Sebastian Knöchel, M.A.
 

Allgemeine Informationen:

 

Wohnen ist neben Arbeiten ein zentrales Thema der heutigen Gesellschaft und ein grundlegendes soziales Gut, das menschliche Grundbedürfnisse wie Schutz und Sicherheit befriedigt. Die Bereitstellung von geeignetem und bezahlbarem Wohnraum ist von besonderem öffentlichem Interesse und bildet das Fundament für eine zukunftsfähige Gesellschaft und Wirtschaft. Aus diesem Grund haben Städte und Kommunen die wichtige Aufgabe, Wohnraum zu erhalten und zu schaffen, der die heutigen Bedürfnisse und Notwendigkeiten befriedigt. Das 21. Jahrhundert ist maßgeblich geprägt von der Thematik der Urbanisierung. Bereits 2030 werden 60 % der Weltbevölkerung in Städten leben. Besondere Herausforderungen für die Wohnungswirtschaft ergeben sich daher vor allem aufgrund des demographischen Wandels, steigender Immobilienpreise, einer hohen Nachfrage nach städtischem Wohnraum, Wohnraumknappheit, mangelnder städtischer Wohnbauflächen und angespannter Wohnungsmärkte. Eine nachhaltige Stadtentwicklung, stabile Stadtteile, angemessener Wohnraum für sozial ausgegrenzte Gruppen und gemeinschaftliche Wohn- und Bauformen wie Multigenerationenwohnen, Wohnen im Alter, Cohousing und Baugemeinschaften sind weitere Themen der Wohnungswirtschaft, die es zu berücksichtigen und zu fördern gilt. Besonders alternative Wohn- und Bauformen gewinnen in der heutigen Zeit trotz einer zunehmenden Individualisierung der Gesellschaftsmitglieder immer mehr an Bedeutung. Veränderte Familienstrukturen und Lebensformen sowie der demographische Wandel beeinflussen jedoch das wachsende Interesse an neuen gemeinschaftlichen Wohn- und Bauformen. Hintergründe hierfür sind zumeist, dass im Alltag verlässliche Strukturen besonders für Kinder, alte und kranke Menschen fehlen. Der Fokus auf ein Zusammenleben und eine gegenseitige Hilfe und Rücksichtnahme, können die feh-lenden Bedürfnisse und Notwendigkeiten kompensieren. Sie können Lösungen bieten, die der demographische Wandel, die Anonymität der Gesellschaft und auch die mangelnde Wohnversorgung mit sich bringt.

 

Bei der Verkehrspolitik handelt es sich um eine sektorale Strukturpolitik, die auch die allgemeine Daseinsvorsorge berührt. In den vergangenen Dekaden bedeutete Verkehrspolitik vor allem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur – überwiegend für das Auto und den Lkw. Diese begrenzte Sichtweise von Verkehrspolitik veränderte sich jedoch in den letzten Jahren. So beeinflussen neue Mobilitätsformen wie etwa Carsharing, aber auch neue Mobilitätskonzepte wie bspw. reduzierte Stellplatzschlüssel das Nutzungsverhalten der Menschen. Mobilität dient nicht nur der Fortbewegung, sie ermöglicht zudem Teilhabe am Leben und ist folglich für Menschen und Unternehmen unabdingbar. Dabei kann Mobilität nicht nur durch Straßen, Autos und öffentlichen Personennahverkehr ermöglicht werden, sondern auch durch kommunale Planung. So ermöglicht ein Einkaufszentrum im Stadtteil oder Quartier vielen Menschen auf ressourcensparende Weise eine Mobilität der kurzen Wege – mehr als ein Einkaufszentrum am Rand der Stadt.

 

 

Lerninhalte:

  • Theorien und Konzepte aus den Bereichen Verkehr und Wohnungswirtschaft, Urban Planning und Urban Development
  • Fallstudienanalyse
  • Praxisvorträge: tba

  

Leistungsnachweis:

  

  • Abschluss eines Onlinelernmoduls vor Beginn der Blockveranstaltung
  • Präsenz an allen 4 Tagen der Blockveranstaltung
  • Erstellung eines E-Portfolios

 

Termine:

 

  • Mo. 26.03.2018, Di. 27. 03.2018, Mi. 28.03.2018, Do. 29.03.2018
    (Uhrzeit wird noch bekannt gegeben, vermutlich aber 9.00 – 12.00 Uhr, 13.30 – 16.00 Uhr)
  • HS 1140
  • Das Onlinemodul muss bis spätestens 24.03.2018 bearbeitet werden
  • Abgabe des E-Portfolios bis spätestens 29.04.2018.

  

Informationen zur Vorlesung

  

  • Anmeldezeitraum:ab heute bis 02.02.2018. Bewerbungsbogen ausgefüllt am Lehrstuhl abgeben oder an Margit Kaiser (sek.seemann@vwl.uni-freiburg.de) schicken. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
  • Teilnehmen können M.Sc. BWL Studierende.
  • Anrechenbarkeit: 4 ECTS Punkte
  • Zielgruppe: M.Sc. BWL: Allgemeine BWL

 

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